Unser Tee
Ursprünge und Kulturen
Teeplantagen in Japan befinden sich über den gesamten japanischen Archipel, mit Ausnahme der Insel Hokkaido im Norden Japans.
Einfluss des Erntezeitpunkts auf den Geschmack von Tee
Je länger eine Teepflanze dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, desto höher ist der Catechingehalt in ihren Blättern. Umgekehrt sinkt der Theaningehalt. Diese Aminosäure gilt als eine der Verbindungen, die für den Umami-Geschmack verantwortlich sind.
Erntezeiten für unsere Produkte
Der beste Tee stammt von den ersten beiden Trieben und dem Haupttrieb. Die ersten Triebe besitzen eine ganz besondere Süße, da sie noch viel Theanin aus dem Winter enthalten (Sencha Haru Tee).
Die Teeernte fand traditionell am 88. Tag des Frühlings, etwa um den 2. Mai, statt. Aufgrund der Erderwärmung wird sie heute jedoch früher durchgeführt.
1. Tees, die Anfang April geerntet wurden, haben nur die zaghafte Sonne des frühen Frühlings erlebt. Ihr Geschmack bleibt mild.
Grüne Tees, die von Ende April bis Anfang Mai geerntet wurden, profitierten von länger anhaltendem Sonnenschein. Ihr Geschmack ist ausgewogen (Sencha Tsuki Tee).
Da die Tees später in der Saison geerntet werden, haben sie noch mehr Sonne abbekommen: Sie sind vollmundiger und weisen eine stärkere Bitterkeit auf.
2. Diejenigen, die von Ende April bis Anfang Mai geerntet wurden, profitierten von länger anhaltendem Sonnenschein. Ihr Geschmack ist ausgewogen.
Nach der ersten Handpflückung werden die Teeblätter bis zu einer bestimmten Höhe an der Teepflanze maschinell geerntet. Diese Art der Produktion wird als „Tee erster Klasse“ bezeichnet.
Die weiter unten an der Pflanze geernteten, etwas zähen Blätter werden als „minderwertiger Tee“ bezeichnet. Aus dieser Sorte wird gerösteter Grüntee hergestellt.
3. Tees, die von Ende Mai bis zum Sommeranfang geerntet werden, haben noch mehr Sonne abbekommen; sie sind vollmundiger und bitterer.
Fünfundvierzig Tage nach der Ernte des ersten Teestandards sind die Blätter nachgewachsen. Die von Ende Mai bis Ende Juni geernteten Blätter bilden den zweiten Standard usw. bis zum vierten Standard (viermal geerntet).
Das Geheimnis des Shincha-Geschmacks
Die Teeknospen bilden sich im Herbst; sie bleiben den ganzen Winter über fest geschlossen und öffnen sich Ende März. Die Triebe haben ein sehr charakteristisches, mildes Aroma, da sie noch viel Theanin aus dem Winter enthalten. Sie sind mit Flaum bedeckt. Wenn Tee aus diesen Trieben zubereitet wird, kann man diesen Flaum auf der Wasseroberfläche schwimmen sehen.
Dies ist das Kennzeichen eines echten Grüntees der ersten Ernte; er hat einen unvergleichlichen Geschmack.
Ökologischer Landbau, Kawane, das „Dorf im Himmel“
Auf einer Höhe von sechshundert Metern, am Ende eines gewundenen Pfades, der dem Verlauf des Flusses Ōi folgt, taucht plötzlich ein Teefeld in den Tiefen der Berge auf.
Letzteres ist heute wie in der Vergangenheit gleichbedeutend mit hochwertigem Tee.
Dieses Teefeld liegt im „Dorf im Himmel“, eingebettet in die Berge rund um Kawane. Da Insekten es aufgrund der Höhenlage nicht erreichen können, wird der Tee ohne Pestizide angebaut. Auch die Pestizide benachbarter Plantagen gelangen nicht dorthin, da das Feld in den Bergen isoliert liegt. Dank des deutlichen Temperaturunterschieds zwischen Tag und Nacht und der Wasserspeicherfähigkeit des Bodens entwickeln die Teeblätter Tag für Tag ein reichhaltiges Umami-Aroma. Der Nebel trägt ebenfalls wesentlich zum Wachstum der hochwertigen Blätter bei.
« Chagusaba »
Der Teeanbau im Himmelsdorf zeichnet sich neben dem Verzicht auf Pestizide durch eine weitere Besonderheit aus: Chagusaba. Dabei werden die hohen Susuki-Gräser, die im Herbst verwelken, abgeschnitten und anschließend zwischen den Teepflanzenreihen auf den Boden gelegt.
Der Tee wird außerdem mit organischen Düngemitteln angebaut. Der Besitzer, Tetsuo Ohashi (links im rechten Bild), bewirtschaftet das Feld, das seine Vorfahren bereits in der Edo-Zeit kultivierten. Er bewahrt traditionelle Anbaumethoden und integriert gleichzeitig moderne Techniken. Gemeinsam mit Yamashita Yū (rechts im Bild mit den Teepflanzen), einem Bodenanalyseingenieur, sorgt er mit organischen Düngemitteln für einen gesunden und fruchtbaren Boden.
Wirkung von Tee
Japanischer Grüntee, ein natürliches Getränk
Ursprünglich wurde Tee aufgrund seiner heilenden Eigenschaften verwendet. Japanischer Grüntee gilt ebenfalls als Synonym für Wohlbefinden. Er wird heute in Japan wegen seiner entspannenden und gesundheitsfördernden Wirkung konsumiert.
Der regelmäßige Konsum von grünem Tee kann zum Schutz unserer Gesundheit beitragen. Studien haben diese Vorteile nachgewiesen.
Hier sind die Hauptbestandteile von japanischem Grüntee:
Catechin (Polyphenole) – Oligosaccharide
Vitamine: C, B1, B2 – Saponin
Koffein – Polysaccharid
Flavonoide – Theanin
Gamma-Aminobuttersäure (GABA) – Mineralien