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Matcha-Schale / Kyoto Asami Gorosuke „Kusabanae“

Matcha-Schale / Kyoto Asami Gorosuke „Kusabanae“

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Diese Matcha-Schale stammt aus dem renommierten Asami-Ofen, der um 1852 von Asami Gorōsuke I. (1829–1895) in Kyoto gegründet wurde. Geboren in Takatsuki, Provinz Settsu (heutige Präfektur Osaka), war er ursprünglich der zweite Sohn eines Samurai aus dem Takatsuki-Lehen, bevor er von der Familie Asami in Kyoto adoptiert wurde. Als Schüler des Töpfers Rokubei II. gründete er seinen eigenen Ofen in Gojōzaka, einem der bekanntesten Viertel der Kyō-yaki-Keramik (auch Kiyomizu-yaki genannt).

Gorōsuke I. war ein Meistertöpfer von außergewöhnlichem Können und fertigte sowohl Porzellan- als auch Steinzeugstücke an, von Teeschalen bis hin zu Sakebechern. Besonders hervorzuheben sind seine Nachahmungen des Shōzui-Stils – einer Art blauen Porzellans, inspiriert von chinesischen Stücken der Ming-Dynastie, das für seine filigranen Muster und seine Transparenz bekannt ist. Sein Talent auf diesem Gebiet war so groß, dass er den Künstlernamen „Shōzui Gorōsuke“ annahm, ein Name, der bis heute das unverwechselbare Siegel seiner Linie ist.

Seit fast zwei Jahrhunderten führen Gorōsukes Nachkommen diese Tradition fort und perfektionieren insbesondere die Stile Mishima-te (三島手) und Hakeme-te (刷毛目手), die sich durch ihre schlichte Verzierung und feine Textur auszeichnen. Der Asami-Ofen hat zudem zahlreiche Stücke im Stil von Ninsei, Kenzan und Kakiemon hervorgebracht, die von Teekennern geschätzt und vom Kaiserhaus gesammelt wurden. Heute wird der Ofen vom sechsten Asami Gorōsuke geleitet, der dem Geist der diskreten Eleganz, der diese Dynastie prägt, treu bleibt.

Das Motiv dieser Schale zeigt die Sagi-sō-Blume (Pecteilis radiata), auch bekannt als Weiße Reihenorchidee, eine seltene japanische Pflanze, deren zarte Form an einen Reiher mit ausgebreiteten Flügeln erinnert. In der japanischen Blumensymbolik verkörpert die Sagi-sō Reinheit, Zartheit, Aufrichtigkeit und Geheimnis. Der Legende nach entsprang sie den Tränen einer jungen Frau, die ihrer Liebe jenseits aller Träume treu ergeben war, daher die poetische Bedeutung: „Ich denke selbst in meinen Träumen an dich.“

Auf dieser Schale ist die Sagi-sō-Blüte anmutig und leicht dargestellt, ganz im raffinierten Stil der Kyō-yaki. Ihr zartes, luftiges und zugleich leuchtendes Design erinnert an die Zerbrechlichkeit der Gefühle und die vergängliche Schönheit der Natur – Themen, die der japanischen Keramik und der Ästhetik des Tees gleichermaßen am Herzen liegen.

Matcha-Schale – Motiv: Weiße Reiherblüte (Sagi-sō)
Asami Gorōsuke I — Gojōzaka-Brennofen, Kyoto

Diese Matcha-Schale stammt aus der traditionsreichen Asami-Ofenmanufaktur, die um 1852 von Asami Gorōsuke I. (1829–1895) in Kyoto gegründet wurde. Geboren in Takatsuki, Osaka, als Sohn eines Samurai, wurde er später von der Familie Asami in Kyoto adoptiert und von Rokubei II., einem der großen Meister der Kiyomizu-Technik, ausgebildet. In seinem Ofen im berühmten Gojōzaka-Viertel schuf er kunstvolle Werke aus Porzellan und Steinzeug.

Gorōsuke erlangte Berühmtheit für seine Reproduktionen im Shōzui-Stil, inspiriert von den eleganten blau-weißen Porzellanen der Ming-Dynastie. Seine Meisterschaft brachte ihm den Beinamen „Shōzui Gorōsuke“ ein, ein Titel, den seine Nachfolger mit Stolz weiterführten. Über Generationen hinweg entwickelte die Familie Asami ein reiches Repertoire, das Stile wie Mishima, Hakeme, Ninsei und Kenzan umfasst und sich durch Feinheit, Zurückhaltung und stille Eleganz auszeichnet. Ihre Werke werden seit Langem von Teemeistern geschätzt und vom japanischen Kaiserhaus gesammelt.

Das Design dieser Schale zeigt die weiße Reiherorchidee (Sagi-sō), deren Blütenblätter einem fliegenden Vogel ähneln. In der japanischen Symbolik steht die Blume für Reinheit, Sanftmut und spirituelle Hingabe. Einer traditionellen Legende zufolge ist sie mit dem Satz „Ich denke sogar in meinen Träumen an dich“ verbunden, der unerschütterliche Liebe und innere Anmut ausdrückt.

Das mit exquisiter Finesse gestaltete Sagi-Sō-Motiv fängt die poetische Essenz der Kyoto-Keramik ein – eine Harmonie aus Eleganz und Emotion, in der Natur, Handwerkskunst und Geist in der Kunst des Tees zusammenfließen.

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