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Bol à Matcha / Kyoto Takahashi Dohachi 7e „Iroe Senmen“
Bol à Matcha / Kyoto Takahashi Dohachi 7e „Iroe Senmen“
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Diese Matcha-Schale stammt von Takahashi Dōhachi (1910–1983), dem siebten Mitglied einer angesehenen Familie von Kyō-yaki-Meistertöpfern (Kiyomizu-yaki). Der Name Dōhachi, der seit der Edo-Zeit über Generationen weitergegeben wurde, ist untrennbar mit der Geschichte der Keramik Kyotos verbunden. Ninna Dōhachi, der zweite Dōhachi, war neben Aoki Mokubei und Eiraku Hōzen eine der prägenden Figuren des goldenen Zeitalters der Kyō-yaki-Keramik und trug maßgeblich dazu bei, die Raffinesse und Vielfalt zu etablieren, die die Keramiktradition der Kaiserstadt bis heute auszeichnen.
Der siebte Dōhachi, sein richtiger Name KoichiEr führte diese Tradition fort und bereicherte sie mit einer modernen Sensibilität. Als Erbe eines über Jahrhunderte weitergegebenen Wissens beherrschte er sowohl die Imitation koreanischer (Kōrai chawan) und chinesischer Keramik als auch Stücke, die von europäischen, insbesondere niederländischen Stilen inspiriert waren. Seine am meisten bewunderten Kreationen bleiben jedoch seine Interpretationen der klassischen Stile von Ninsei und Kenzan, den Pionieren der Kyō-yaki.
Diese Schale zeigt ein Fächermotiv (Ōgi oder Suehiro), ein Symbol für Wohlstand und Offenheit. Der Fächer, der seinen Ursprung im heißen und feuchten Klima Japans hat, wurde sowohl zu einem funktionalen als auch zu einem spirituellen Objekt: Seine nach außen öffnende Form symbolisiert Wachstum und Glück. Er wird auch genannt suehiro, ein Begriff, der wörtlich übersetzt „das, was sich zum Ende hin öffnet“ bedeutet und die Konnotation einer vielversprechenden Zukunft trägt.
In der japanischen Kunst ist der Fächer nicht bloß ein dekoratives Motiv, sondern auch ein rituelles und theatralisches Instrument, das in Kagura, Noh und Dengaku verwendet wird, um Gottheiten anzurufen oder böse Einflüsse abzuwehren. Sein Bild, das seit der Muromachi- und Momoyama-Zeit häufig dargestellt wird, hat sich allmählich zu einem künstlerischen Motiv entwickelt, das für Feierlichkeit und Eleganz steht.
Auf dieser Schale scheinen sich die handbemalten Fächer in fließenden Bewegungen zu entfalten und erinnern an Tanz, Leichtigkeit und den Hauch des Windes. Jeder Fächer birgt eine Miniaturkomposition – saisonale Blumen, geometrische Muster oder Glückssymbole –, wodurch ein Spiel der Variationen entsteht, das den Blick von einem Motiv zum anderen wandern lässt. Das Ganze drückt eine dezente und raffinierte Freude aus, typisch für die Kyō-yaki-Ästhetik: ein subtiles Gleichgewicht zwischen dekorativer Virtuosität und kontemplativer Gelassenheit.
Matcha-Schale – Fächermotiv (Ougi)
Takahashi Dōhachi VII – Kiyomizu-Ofen, Kyoto
Diese Matcha-Schale wurde von Takahashi Dōhachi VII. (1910–1983) gefertigt, einem Meistertöpfer aus einer der angesehensten Kiyomizu-yaki- (Kyō-yaki-) Familien Kyotos. Der Name Dōhachi, der seit der Edo-Zeit über Generationen weitergegeben wurde, steht für Raffinesse und Innovation in der Kyotoer Keramik. Der zweite Dōhachi, Ninna Dōhachi, war besonders berühmt und zählte neben Aoki Mokubei und Eiraku Hōzen zu den Schlüsselfiguren, die die Blütezeit der Kyō-yaki prägten.
Die siebte Generation, geboren als Kōichi, erbte dieses Erbe und erweiterte es mit einem modernen Gespür. Sein Werk reicht von koreanisch und chinesisch inspirierten Teeschalen bis hin zu Keramik im europäischen Stil, doch seine bekanntesten Kreationen bleiben seine Neuinterpretationen der klassischen Ninsei- und Kenzan-Traditionen.
Das Design dieser Schale zeigt das Fächermotiv (Ōgi oder Suehiro), ein Symbol für Glück und Wohlstand. Der Fächer, der sich nach außen öffnet, verkörpert Wachstum und einen vielversprechenden Neubeginn. Neben seiner dekorativen Wirkung besitzt der Fächer in Japan eine tiefe kulturelle Bedeutung – er ist seit Langem mit rituellen Tänzen und Aufführungen in Kagura, Nō und Dengaku verbunden, wo man glaubte, er könne göttliche Gegenwart herbeirufen oder das Böse abwehren.
Von der Muromachi- bis zur Momoyama-Zeit wurde der Fächer zu einem beliebten Motiv in der dekorativen Kunst und verkörperte sowohl Feierlichkeit als auch Eleganz. Auf dieser Schale entfalten sich die bemalten Fächer anmutig über die Oberfläche; jeder von ihnen enthält kleine gemalte Szenen oder abstrakte Motive – eine Hommage an die Eleganz und Verspieltheit der Ästhetik Kyotos. Durch dieses Gleichgewicht von Ornament und Zurückhaltung spiegelt das Stück die Essenz der Dōhachi-Kunst wider: eine harmonische Verbindung von Tradition, Bewegung und Schönheit.
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