Der Vorbereitungsleitfaden

Die richtige Zubereitung lässt den Tee sein volles Aroma entfalten. Im Sinne von „Cha Zen Ichimi“, wo Tee und Zen eins sind, zählt jedes Detail: die Wassertemperatur, die Ziehzeit, die Menge der Teeblätter. Indem man sich Zeit nimmt, wird jede Tasse harmonischer und friedvoller. Wir haben alle Informationen zusammengestellt, die Sie für die Zubereitung von Tee benötigen.
Wir haben hier nützliche Informationen zur Zubereitung der einzelnen Teesorten zusammengestellt und hoffen, dass diese Ihr Interesse wecken.



Einführung in japanische Tees – Video –


Sencha - Klassischer Grüner Tee

Dieser japanische Grüntee ist der beliebteste seiner Art. Er hat einen leichten und erfrischenden Geschmack sowie ein angenehmes Aroma, das an junge Frühlingsblätter erinnert. Er enthält Theanin, das ihm einen angenehmen Geschmack verleiht und entspannend wirkt. Er schenkt ein Gefühl von Frische und Vitalität.

Sencha wird bei 70-80 °C zubereitet. Verwenden Sie etwa 2-5 g pro 100 ml bis 170 ml Wasser.


Gyokuro – Grand Cru du Thé Vert

Der edelste, edelste und kostbarste japanische Tee. Dieser Tee wird aus jungen Blättern hergestellt, die in den berühmten Okabe-Gärten in Shizuoka und Uji (Kyoto) geerntet werden.
Im Mund entfalten sich eine angenehme Ruhe und eine zartschmelzende Süße.


Matcha – Grünteepulver

Matcha ist ein pulverisierter Grüntee, der in traditionellen Steinmühlen gemahlen wird. Er ist etwas ganz Besonderes, da kochendes Wasser direkt in die Schale gegossen und das Pulver anschließend mit einem Teebesen (Chasen) aufgeschlagen wird, wodurch ein schaumiger Tee entsteht. Matcha hat eine leuchtend jadegrüne Farbe und ein kräftiges, konzentriertes Aroma. Sein Geschmack ist zudem mild und angenehm. Dieser Tee, der hauptsächlich in der Teezeremonie „Cha no You“ verwendet wird, eignet sich auch für vielfältige kulinarische Zwecke.


Genmaicha & Hojicha oder andere

Eine Mischung aus geröstetem Genmai (geschältem Reis) und Matcha (Grünteepulver). Das ausgeprägte Aroma des gerösteten Genmai wirkt entspannend und erfrischend. Ein sehr charakteristischer, nussiger Geschmack.


Häufig gestellte Fragen

Weitere Details

Worin besteht der Unterschied zwischen der Zubereitung von Tee in einer Teekanne (kyusu) und direkt in einer Tasse?

Eine Kyusu-Teekanne lässt die Blätter ihr Aroma besser entfalten und ergibt einen reichhaltigeren und ausgewogeneren Aufguss.

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Muss man Teekanne und Tassen immer vorwärmen?

Das Vorwärmen von Teekanne und Tassen verhindert einen Temperaturabfall während des Brühvorgangs und sorgt für eine gleichmäßigere Extraktion der Aromen. Dies ist besonders wichtig bei Materialien wie Gusseisen, die Wärme sehr gut speichern.

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Beeinflusst das Material der Teekanne den Geschmack? (Ton, Porzellan, Glas…)

Das Material der Teekanne beeinflusst den Geschmack leicht, insbesondere bestimmte Tonarten verleihen dem Tee eine rundere Note. Der Einfluss bleibt subtil, doch unglasierte Teekannen können Aromen aufnehmen, weshalb es von Vorteil ist, sie für eine bestimmte Teesorte zu verwenden.

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Kann man eine gute Tasse Tee auch ohne spezielle Utensilien zubereiten?

Auch ohne spezielle Utensilien lässt sich ein guter Tee zubereiten, wenn Temperatur und Ziehzeit kontrolliert werden.

Warum sollte man nicht für alle grünen Teesorten kochendes Wasser verwenden?

Die Verwendung von kochendem Wasser für grünen Tee verstärkt die Bitterkeit und überdeckt die feineren Aromen. Eine niedrigere Temperatur ermöglicht einen sanfteren, ausgewogeneren Aufguss. Für geröstete Teesorten wie Hojicha oder Genmaicha eignet sich heißeres Wasser besser, wobei die Ziehzeit kürzer sein sollte, um die Ausgewogenheit zu bewahren.

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Worin besteht der Unterschied zwischen einer Infusion bei 60 °C und einer bei 80 °C?

Ein Aufguss bei 60 °C ergibt einen milderen, umamireichen Tee mit wenig Bitterkeit. Bei 80 °C verläuft die Extraktion schneller, wodurch mehr Tannine freigesetzt werden und ein kräftigerer, mitunter auch adstringierenderer Tee entsteht. Die Wahl der Aufgusstemperatur beeinflusst somit direkt die Ausgewogenheit und das Geschmacksprofil des Tees.

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Verändert Leitungswasser den Geschmack von Tee?

Wasser beeinflusst den Teegeschmack direkt. Zu mineralhaltiges Wasser oder Wasser mit einem unangenehmen Geschmack (z. B. Chlor) kann die Aromen überdecken. Durch einfaches Filtern erhält man oft neutraleres Wasser und einen ausgewogeneren Tee.

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Was passiert, wenn man es zu lange ziehen lässt?

Wenn man den Tee zu lange ziehen lässt, werden mehr Tannine freigesetzt, wodurch er bitterer und adstringierender wird, während seine feinen Aromen verloren gehen. Dadurch geht die Balance des Tees verloren.

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Können die Blätter erneut aufgegossen werden? Wie oft?

Japanische Grünteeblätter lassen sich mehrmals aufgießen: dreimal für Sencha, bis zu fünfmal für Gyokuro. Jeder Aufguss offenbart neue, oft feinere Aromen. Es empfiehlt sich, die Temperatur bei jedem Aufguss leicht zu erhöhen.

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Worin besteht der Unterschied zwischen klassischem Aufguss und Kaltaufguss (Mizudashi)?

Heißes Aufbrühen extrahiert schnell eine Vielzahl von Aromen und ergibt einen vollmundigen, manchmal leicht herben Tee. Kaltes Aufbrühen hingegen verlangsamt die Extraktion und macht den Tee selektiver: Er ist milder, runder, weniger bitter und hat klarere Aromen.

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Was schädigt Teeblätter am schnellsten?

Luft, Feuchtigkeit, Wärme und Licht lassen Teeblätter schnell verderben. Wenn der Tee bald verbraucht wird, genügt es, ihn in einem luftdichten Behälter lichtgeschützt aufzubewahren. Für eine längere Lagerung, insbesondere von Matcha, kann die Aufbewahrung im Kühlschrank sinnvoll sein.

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Kann Tee "verderben" oder nur an Qualität verlieren?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Teepackungen gibt die optimale Qualität an, nicht das Verfallsdatum. Tee „verdirbt“ nicht im eigentlichen Sinne: Er bleibt genießbar, verliert aber mit der Zeit allmählich sein Aroma. Durch richtige Lagerung lässt sich dieser Prozess verlangsamen.

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